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Sonntag, 10. August 2014

[Rezension] „Sommerblau“ von Mia March

Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: rororo (2. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499268566
ISBN-13: 978-3499268564














Klappentext:
Drei Frauen, drei Schicksale. Ein Sommer, der alles verändert. Blaues Meer, der Himmel in azur und der beste Blaubeerkuchen von Maine: Der Sommer in Boothbay Harbor könnte nicht schöner sein. Doch Veronica, die in einem kleinen Diner arbeitet, kann keinen Sommer mehr genießen, seit sie vor vielen Jahren ihre neugeborene Tochter zur Adoption freigeben musste. Erst die Begegnung mit zwei Besucherinnen des kleinen Küstenstädtchens hilft ihr, wieder nach vorn zu blicken: Gemma, ungewollt schwanger, und Bea, auf der Suche nach ihrer Mutter. Im Laufe des Sommers werden die drei Frauen zu Freundinnen. Und entdecken, dass das große Glück manchmal nur einen kleinen Augenblick entfernt liegt.


Meine Meinung:
Ich bin bereits vor einer Weile auf den Roman aufmerksam geworden, da das Cover mich an die Romane von Mary Kay Andrews erinnerte. Als ich dann den Klappentext las, wurde ich noch neugieriger, weshalb ich mir den Roman kurz nach dem Erscheinen besorgt habe. Beim Lesen wurde ich dann direkt positiv überrascht, da Parallelen zum Roman „Der Sommer der Frauen“, einem Roman der Autorin, der bereits im letzten Jahr erschien, gezogen wurden.
Der Roman hat mich auch direkt in seinen Bann gezogen, da die Autorin mit den drei Hauptfiguren Veronika, Gemma und Bea sehr interessante und vielschichtige Charaktere geschaffen hat. Die Figuren werden jede für sich langsam eingeführt und nach und nach verweben sich die einzelnen Handlungsstränge zu einem wundervollen Ganzen. Man spürt, dass die Figuren der Autorin am Herzen liegen. Die Figuren sind keineswegs perfekt, sondern erleben im Roman Rückschläge die sie mal zurückwerfen, an denen sie aber auch wachsen. Zum Einen ist da Veronika, die vor ein paar Jahren in ihre Heimatstadt Boothbay Harbor zurückgekehrt ist, nachdem sie vor über 20 Jahren ihre Tochter zur Adoption freigegeben hat. Sie hat sich nie vergeben, dass sie ihre Tochter einfach so aufgegeben hat. Es scheint bei ihr sogar fast so, als würde sie sich seitdem jedem Fünkchen Glück verbieten, als Strafe für die Adoption. Zum Anderen ist da Bea, die einem Jahr nach dem Tod ihrer Mutter erfährt, dass sie adoptiert wurde und ihre Eltern nicht die waren, die sie vorgaben zu sein. Bea hat das Gefühl, dass ihr Leben auseinanderbricht und macht sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter, die in Boothbay Harbor lebt. Und dann ist da noch Gemma, die ungewollt schwanger ist und eine alte Freundin im kleinen Küstenstädtchen besucht. Gemma ist sich nicht sicher, ob sie wirklich ein Kind möchte, da für sie eigentlich ihre Karriere als Journalistin im Vordergrund steht und sie nicht in den Fängen ihrer Schwiegermutter landen möchte.
In ihrem Roman setzt die Autorin sich sensibel und intensiv mit dem Thema „ungewollte“ Schwangerschaft und ihren Folgen auseinander. Die einzelnen Frauen erzählen aus verschiedenen Blickwinkeln, welche Auswirkungen dies auf ihr Leben hat. Nach und nach verweben sich die Leben der drei Frauen ineinander. Mia March bettet die ganze Geschichte dabei in eine traumhafte Kulisse, in die man sich sofort verliebt. Man hat das Gefühl live vor Ort und sein und alles mitzuerleben.

Ich für meinen Teil bin sofort in den Roman versunken und konnte ihn kaum aus der Hand legen. Ich habe die ganze Zeit mit den Figuren mitgelitten. Man kann beim Lesen alle Gefühle ausleben: Mal ist es lustig, dann aber auch wieder traurig und nachdenklich. Beim Lesen versetzt man sich immer wieder in die Charaktere und kommt ins Grübeln, ob man auch ähnlich entscheiden würde. Mia March schafft es mit relativ klaren Worten und einem leicht zu lesenden Schreibstil, dass man sich sofort in die Geschichte verliebt und gar nicht mehr weg aus Boothbey Harbor möchte. Man erlebt wie die drei Frauen einen inneren Wandel durchlaufen, um zu den Frauen werden zu können, die sie eigentlich sein wollen.
Manches in der Geschichte ist zwar auch ziemlich hervorsehbar. Dies trübt aber das Lesevergnügen keineswegs, da der Roman immer wieder mit kleinen Wendungen aufwarten kann, die die Geschichte in neue Bahnen lenken.

Allerdings muss ich auch gestehen, dass mir das Ende für Gemma zwar sehr gefällt, dieses aber nicht unbedingt sehr realistisch ist.

Insgesamt betrachtet kann ich sagen, dass dies ein Roman nach meinen Geschmack ist. Daher bekommt er von mir die volle Punktzahl mit 5 (von 5) Punkten.

Sonntag, 20. Juli 2014

[Rezension] „Firefly Lane“ von Kristin Hannah

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 707 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: Pan (18. Juli 2013)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Englisch
ASIN: B00CP4I4HK













Klappentext:
A coming of age novel about a generation of women who were both blessed and cursed by their choices. It is 1974 and the summer of love is finally drawing to a close. The flower children are starting to realise that you cannot survive on peace and love alone. Kate Mularkey has accepted her place at the bottom of the secondary school social food chain. Then, to her amazement, the ‘coolest girl in the world’, Tully Hart – the girl all the boys want to know - moves in across the street and wants to be her best friend. Tully and Kate became inseparable and by summer’s end they made a pact to be ‘best friends forever’. For thirty years Tully and Kate buoy each other through life, weathering the storms of friendship, jealousy, anger, hurt and resentment. Tully will follow her ambition to find fame and success. Kate knows that all she wants is to fall in love and have a family. What she doesn’t know is how being a wife and a mother will change her. They think they’ve survived it all until a single act of betrayal tears them apart. But when tragedy strikes, can the bonds of friendship survive? Or is it the one hurdle than even a lifelong friendship cannot overcome. FIREFLY LANE is a book for every woman who knows that her best friend is the only person who really, truly, knows her. And it is a book she will never forget.


Meine Meinung:
Ich habe diesen Roman bereits vor gut drei Jahren auf Deutsch (Titel: „Immer fürdich da“ ) gelesen und fand ihn damals schon recht gut. Da ich bei vorablesen.de die Fortsetzung „Wie ein Stern in der Nacht“ gewonnen habe und ich mich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern konnte, habe ich mir das Buch nochmals vorgenommen, dieses mal im englischen Original.  Ich kam sehr schnell in die Handlung hinein. Auch wenn mir natürlich vieles schnell wieder bekannt wurde und ich im Grunde schon wusste, in welche Richtung die Geschichte laufen wird, hat es Spaß gemacht diesen Roman (nochmals) zu lesen.

Als die schüchterne Kate und die coole, hübsche Tully einander mit vierzehn zum ersten Mal begegnen, ahnen sie noch nicht, dass daraus eine Freundschaft fürs Leben entstehen wird. Jahrelange Trennung, unterschiedliche Lebenswege, Männer: nichts kann Tully und Kate auseinanderbringen. Doch dann kommt es zu einem schlimmen Streit, in dem alte Wunden aufreißen. Es herrscht Funkstille – bis den Freundinnen klar wird, wie kurz das Leben sein kann …
Der Text auf der Buchrückseite weckte schon damals sofort mein Interesse. Und ich wurde auch beim Lesen nicht enttäuscht. Eine Freundschaft zwischen zwei Mädchen bzw. Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können, das ist wie aus dem Leben gegriffen, so dass man sich auch sofort mit einer der beiden Protagonistinnen identifizieren kann. Das Buch begleitet die beiden Freundinnen Kate und Tully über einen Zeitraum von über dreißig Jahren. Es beginnt in den 70er Jahren, als Kate und Tully sich das erste Mal als Teenager begegnen, als Tully in das Haus von Kate gegenüber einzieht. Es sind durchaus sehr turbulente Jahre, die die beiden durchmachen. Jahr für Jahr bzw. Jahrzehnt für Jahrzehnt entwickelt sich das Leben der beiden in ganz unterschiedliche Richtungen und sie sind einander dennoch im Herzen immer ganz nah. Ja, bis eines Tages, ein großer Streit die beiden entzweit. Bis zu diesem Streit dauert es allerdings gut 400 Seiten (von insgesamt 479). Und genau da liegt eigentlich mein einziger Kritikpunkt. Man wundert sich, warum es genau dieser eine Streit ist, der die beiden auseinanderreißt. Es kommt auch vorher schon zu einigen kleineren und größeren Streitigkeiten zwischen den beiden. Insbesondere als Tully für ihre Kariere Kate hintergeht und ihre Freundschaft aufs Spiel setzt, ist kurz darauf wieder alles Friede Freude Eierkuchen zwischen den beiden. Daher wirkte auf mich dieser „eine große Streit“ auch nicht so ausschlaggebend für die Funkstille. Allerdings kann ich auch verstehen, dass die Autorin irgendwann einen richtigen Eklat zwischen Kate und Tully erzeugen musste, um der Geschichte ein tränenreiches Ende geben zu können. Und traurig ist das Ende auf jeden Fall. Wenn man dieses Buch liest, sollte man auf jeden Fall Taschentücher für das Ende zur Hand haben.

Alles in allem kann ich sagen, dass das Lesen dieses Buches wirklich Spaß gemacht hat, weil man sich darin als Frau mit seiner besten Freundin wiederentdecken kann. Man entdeckt auch in sich die Kate bzw. die Tully. Das Buch lässt sich sehr leicht lesen und fesselt einen (insbesondere als Liebhaber von Frauenliteratur), so dass man das Buch nur schwer beiseitelegen kann. Ich fieberte sowohl mit Kate, als auch mit Tully mit, die beide für sich (und auch gemeinsam) die Höhen aber auch viele Tiefen des Lebens mitmachen. Das ist es, was es realistisch macht: Den Beiden passieren Dinge, die auch in unser aller Leben passieren können.
Das Buch regt einen zum Nachdenken, lachen, aber auch weinen an. Ich kann dieses Buch daher wirklich zum Lesen weiterempfehlen, auch wenn es nicht das beste Buch von Kristin Hannah ist. Dies soll jetzt nicht unbedingt ein Kritikpunkt sein, da mir der Roman schon sehr gefällt. Allerdings sind da doch ein paar Ungereimtheiten, über die man nicht vollends hinwegsehen kann. Aber vielleicht klärt ja die Fortsetzung „Wie ein Stern in der Nacht“ noch so einiges auf.

Der Roman hat trotz leichter Schwächen durchaus 4 (von 5) Punkten verdient, da er eine Menge an Emotionen bereithält.


Montag, 30. Juni 2014

[Rezension] „Du und ich und all die Jahre“ von Amy Silver

Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: rororo; Auflage: 10 (2. Januar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499259893
ISBN-13: 978-3499259890
Originaltitel: One Minute to Midnight















Klappentext:
Ein Jahr geht zu Ende. Ein neues Leben beginnt. Seit sie dreizehn war, feierte Nicole Silvester mit ihrem besten Freund Julian. Jahr für Jahr erzählten sie sich ihre Vorsätze und geheimen Wünsche, sie waren der Mittelpunkt jeder Party und immer für einander da. Bis zu jener schicksalshaften Neujahrsnacht … Seitdem ist Nicoles Leben völlig aus den Fugen geraten: Beruflich steckt sie in einer Sackgasse, ihre Ehe mit Dom kriselt gewaltig und dann taucht Aidan auf, der Mann, der ihr einst das Herz brach. Nicole beschließt: Im neuen Jahr wird sie ihr Leben endlich wieder in die Hand nehmen. Doch wie soll sie das schaffen, wo Julian nicht mehr da ist, um ihr beizustehen?


Meine Meinung:
Nach „All I want for Christmas“ ist dies nun der zweite Roman der Autorin, den ich gelesen habe. Und wie bereits den anderen Roman, finde ich auch diesen wieder sehr gelungen. Silver schreibt auf sehr interessante und einfühlsame Weise, so dass man in die Geschichte versinken kann und möchte.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Nicole, die seit ihrem dreizehnten Lebensjahr immer Silvester mit ihrem besten Freund Julian gefeiert hat. Jedes Jahr erzählen sie sich ihre Wünsche und Vorsätze fürs neue Jahr und sind immer füreinander da. Doch seit zwei Jahren ist alles anders. Julian ist nicht mehr da. Dieses Jahr steht Silvester wieder kurz vor der Tür und Nicole plant mit ihrem Mann Dom zu Karls (Julians Freund) Silvesterparty nach New York zu reisen. Während die Party immer näher rückt, erinnert Nicole sich an vergangene Silvester, bei denen auch Aidan, Julians Cousin, eine große Rolle spielte, war er doch ihre große Liebe. Nicole ist schon seit langem unzufrieden mit ihrem Leben, weiß jedoch nicht so recht, wie sie daran etwas ändern soll. Es scheint, als wäre ihr Leben bereits seit langer Zeit dabei auseinanderzufallen.

Dieser Roman ist eine gefühlvolle Geschichte über das Leben, die Liebe und die schicksalshaften Entscheidungen, die man im Leben treffen und denen man sich stellen muss. Amy Silver kehrt von der Gegenwart immer in Nicoles Vergangenheit zurück. Durch die Rückblicke erkennt man schnell, warum Nicole die ist, die sie ist, wodurch die ganze Handlung mehr Glaubwürdigkeit bekommt. Nach und nach ergibt sich ein vollkommendes Bild.
Der Roman kommt ohne viel Gefühlsduselei daher, vermittelt aber dennoch eine Menge Herzschmerz, Liebe und eine Menge Gefühle. Ich habe immer wieder total mit Nicole mitgelitten und fand Julian sofort total sympathisch. Ich möchte allerdings auch gestehen, dass mir weder Aidan, noch Dom passend für Nicole waren, da sie beide meiner Meinung nach ein wenig zu egoistisch sind und beide Probleme sich unterzuordnen.

Ich für meinen Teil habe es genossen diesen Roman gelesen zu haben, da er einem auch ein wenig dazu animiert über seine eigenen Lebensentscheidungen nachzudenken. Dieser Roman ist mehr, als ein reiner Frauenroman. Mit einfachen, nicht immer ganz leisen Tönen, kommt er daher und zieht einen sofort in den Bann. Auch wenn dieser Roman hauptsächlich in der Weihnachtszeit bzw. um Silvester rum spielt, kann man ihn auch problemlos zu einer anderen Jahreszeit lesen. Er eignet sich perfekt für ein Wochenende auf der Couch.

Da mir der Roman mit leichten Abstrichen ziemlich gefallen hat, bekommt er von mir 4 (von 5) Punkten.

Wer nun Lust auf mehr bekommen hat, hier gibt's eine Leseprobe

Sonntag, 29. Juni 2014

[Rezension] „Inselglück“ von Elin Hilderbrand

Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch (11. Juni 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3833308915
ISBN-13: 978-3833308918
Originaltitel: Silver Girl














Klappentext:
Meredith hat das Pech, mit dem größten Anlagebetrüger aller Zeiten verheiratet zu sein. Sie flüchtet sich zu ihrer Freundin Constance auf Nantucket, um ein paar Monate ganz ohne Männer zu verbringen. Doch dann steht ihre Jugendliebe Toby plötzlich vor der Tür....


Meine Meinung:
Auch wenn der Klappentext ziemlich knapp gehalten ist, wurde ich dennoch neugierig auf den Inhalt, zumal ich bereits ein paar Bücher der Autorin gelesen habe und diese fast alle ziemlich gut fand. Und ich wurde wirklich nicht enttäuscht. Beim Lesen wird man direkt ins Geschehen geworfen.
Der Roman beginnt damit, dass die beiden Freundinnen Constance und Meredith nach Nantucket reisen. Meredith hat gerade alles verloren, was ihr lieb und teuer ist. Ihr Mann Freddie wurde gerade als größter Anlagebetrüger aller Zeiten zu 150 Jahren Gefängnis verknackt und sie steht auch noch unter Verdacht in den Machenschaften ihres Mannes verstickt zu sein, da sie kurz vor der Verhaftung ihres Mannes 15 Millionen auf dessen Bitte hin vom Geschäfts- aufs Privatkonto überwiesen hat und von diesem Geld und noch weiteren jede Spur fehlt. Sie versucht sich im Ferienhaus ihrer Freundin vor der Außenwelt zu verstecken, da eine mediale Hetzjagd auf sie ausgebrochen ist. Constance reist mit eigenen Problemen auf die Insel. Sie hat vor ein paar Jahren ihren Mann verloren, weil dieser an Krebs gestorben ist. Seit einem Streit mit ihrer Tochter auf der Trauerfeier ihres Mannes hat sie keinen Kontakt mehr zu ihrer Tochter Ashley, was ihren Nerven zerrt.
Während die beiden Frauen versuchen alte Erinnerungen wieder aufleben zu lassen, geschehen plötzlich merkwürdige Übergriffe, wie aufgeschlitzte Reifen und eine beschmierte Hauswand. Außerdem tauchen für beide Frauen neue bzw. alte Männer auf, die das Leben der Frauen noch mehr durcheinander bringen. Am Ende heißt es für beide lebensweisende Entscheidungen zu treffen.
Man fiebert und leidet mit Meredith und Constance mit. Die beiden wirken auf den ersten Blick ziemlich selbstbewusst, offenbaren aber ziemlich schnell seelische Schwächen, die sie lebenswert macht.

Das Buch fesselt Einen beim Lesen von der ersten bis zur letzten Seite. Hilderbrand schreibt auf einfache und zugleich tiefgreifende Art und Weise, die es einem leicht macht in die Geschichte hineinzutauchen und sich in dieser zu verlieren. Und mit Meredith und Constance sind ihr zwei interessante und liebenswerte Charaktere gelungen. Man spürt, dass Hilderbrand ihre Figuren am Herzen liegen, da sie sie allesamt, bis hin zu den Nebenfiguren, mit Eigenheiten ausgestattet hat, die der Geschichte mehr Glaubwürdigkeit verleihen.
In diesem Roman werden Sommer- und Inselgefühle mit einer Menge Drama und Herzschmerz gespickt. Er stellt die Charaktere vor Herausforderungen, denen man sich stellen muss und stellt die Frage auf, was ist, wenn dein Leben plötzlich auseinanderbricht und man quasi neuanfangen muss?!

Das Einzige, was ich an diesem Roman ein wenig bemängeln möchte, ist die Tatsache, dass mir das Ende für Constance nicht so recht endgültig gelungen ist. Zwar erlebt auch sie ihr Happy End, aber irgendwie löst sich für sie meiner Meinung nach alles zu schnell in Wohlgefallen auf. Dies ist aber auch das Einzige, was ich an diesem Roman bemängeln möchte. Ich bin auf jeden Fall neugierig auf weitere Romane der Autorin.

Da mir der Roman ansonsten fast durchgehend super gefallen hat, bekommt der Roman auf jeden Fall starke 4 (von 5) Punkte.


Dienstag, 22. April 2014

[Rezension] "Sechs Richtige und eine Falsche" von Birgit Hasselbusch

Broschiert: 272 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Dezember 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423249919
ISBN-13: 978-3423249911
















Klappentext:
Jeden Morgen prüft Jule (33) mit ihrem Opernglas die Position ihres Lieblingsschuhs in der Auslage gegenüber - bis der Stiefel endgültig weg ist. Und an besagtem Morgen ist noch einer weg: Der Kerl, der gerade noch schlafend in ihrem Bett gelegen hatte. Egal. Erst mal schnell in den Sender, denn es gilt, eine Story über Lotto-Millionäre auf die Beine zu stellen. Während Jule sich mit Schuhen, Männern und Millionären unterschiedlichster Prägung herumschlägt, geschehen wundersame Dinge: Die Antworten ihrer Freunde auf die Frage "Welchen Wunsch würdest du dir mit den Lotto-Millionen erfüllen?" werden wahr, und sie selbst gerät in Verdacht, die Lotto-Fee zu sein …




Meine Meinung:
Ich bin in der Bücherei eher zufällig auf das Buch gestoßen, da das Cover mein Interesse weckte. Als ich den Klappentext dann las, wurde ich noch neugieriger, dachte aber im ersten Moment auch "ohh, mal wieder so ein überdrehter deutscher Frauenroman". Obwohl ich in der Vergangenheit nicht immer so ganz überzeugt von deutschen Frauenromanen war, beschloss ich dem Roman eine Chance zu geben.
Und glücklicherweise hat mich der Roman auch ziemlich positiv überrascht. Der Roman hat zwar auch ein paar überdrehte Momente, hebt dabei jedoch nicht völlig ab. Man kann sich beim Lesen alles ziemlich bildlich vorstellen und hat das Gefühl, dass die Handlung real sein könnte.

Der Autorin ist mit Jule auch ein ziemlich interessanter und liebenswerter Charakter gelungen, mit der man (bzw. Frau) sich gut identifizieren kann. Jule ist eine Frau mit Ecken und Kanten. Auch wenn sie manchmal auch Tussimomente hat, sorgt und kümmert sie sich sehr um ihre Menschen im direkten Umfeld.
Man fühlt mit ihr mit, als sie "beschuldigt" wird die geheime Lotto-Fee zu sein, die Menschen ihre Wünsche erfüllt, als deren Wünsche im Radio offenbart werden.
Um Julie herum agieren die anderen Charaktere auf wundervolle Art und Weise, so dass sich alles zu einem tollen Ganzen zusammenfügt. Jede Figur hat ihre Eigenarten, mit der sie ins Geschehen eingreifen und die Geschichte beeinflussen.

Was diesen Roman in meinen Augen auch sehr lesenswert macht, ist die Tatsache, dass man selbst ins Grübeln kommt, was man machen würde, wenn man Millionen im Lotto gewinnt. Dieser Roman geht mit diesem Thema ziemlich wertfrei und keinesfalls überheblich an. Klar kommen auch Wünsche wie eine eigene Yacht auf den Tisch, aber es sind dann eher die "kleinen" Dinge, die scheinbar in den Augen der Autorin erstrebenswert sind. Generell geht die Autorin die Handlung mit einer Prise Humor und Ernsthaftigkeit zugleich an.
Der Roman ist voller Überraschungen. Klar, manche Dinge kann man sich auch schnell zusammenreimen. Aber oftmals wird man auch immer wieder positiv überrascht und die Geschichte nimmt Wendungen, die man nicht erahnt hat. Insbesondere das Ende war zumindest für mich ziemlich überraschend und auch sehr gelungen. Ich für meinen Teil habe es auch keinen Fall bereut dem Roman eine Chance gegeben zu haben. Dies wird wahrscheinlich auch nicht mein letzter Roman der Autorin gewesen sein.

Da mir mir manches allerdings doch ein wenig zu vorhersehbar war, bekommt dieser Roman von mir ein leichten Punktabzug und daher starke 4 von 5 Punkten.